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Menschlichkeit auf Arbeit – klappt immer besser

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Jedes Unternehmen muss seine ganz individuelle Form finden inwieweit Arbeit und Privates miteinander verschmelzen und für sich entscheiden ob Sie Menschen einstellen, oder die jenigen die im Unternehmen eine Rolle spielen. In dem „Xing Spielraum“-Beitrag berichtet Sandra Dambacher über das Beratungsunternehmen Dexina und die dort praktizierte Verschmelzung der beiden Bereiche. Alle Kollegen kennen hierbei den familiären Kontext der Familie und die Bewerbungsgespräche führt der Chef beim Pizza backen in den eigenen vier Wänden. Auch ein gemeinsames Fußballgucken und das eigens eingerichtet Kinderbüro bieten lesereichen Stoff.

» zum Artikel auf den Webseiten des Xing Spielraums

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Auf dem Weg zur Gemeinwohlökonomie-Bilanz

Logo GWÖ

Wir wollen den wirtschaftlichen Wandel aktiv mit vorantreiben. Verbündeter im Geiste ist hierbei die Gemeinwohlökonomie (GWÖ), welche sich seit einigen Jahren immer erfolgreicher in der gesamten Welt ausbreitet. Der Name ist hierbei Programm. Beim Erstellen einer GWÖ-Bilanz ermittelt ein Unternehmen inwieweit seine Art und Weise des Wirtschaftens dem Gemeinwohl dient.

Im Oktober 2015 haben wir uns dazu entschieden die Bilanz in einem Peer-Evaluierungs-Prozess zu erstellen und diese spätestens im Dezember 2015 auch zu veröffentlichen. Doch das soll erst der Anfang sein. Im Jahr 2016 wollen wir selbst GWÖ-Berater werden und andere Unternehmen auf den Weg zu Bilanz begleiten.

Erster Einblick in den Einstieg unserer Bilanz:

Die Wirkwandel Impuls GmbH möchte den wirtschaftlichen Wandel in Punkto Nachhaltigkeit, Wertschätzung und kooperativen Umgang aktiv unterstützen und umsetzen. Die sehr starke Orientierung am Menschen und die Fokussierung auf die Stärken des Individuums sind im Einklang mit den Gemeinwohlökonomie-Richtlinien. Die Gründer und ersten Mitarbeiter kommen aus dem Bereich des CSR (Corporate social responsibility)  & QM (Qualitätsmanagement). Die Verbindung der beiden Hauptschwerpunkte unterstützt die Schaffung von möglichst optimalen Arbeitsumgebungen.

Kurze Zusammenfassung und Einblick in die GWÖ

Was?
Mit der Gemeinwohl-Bilanz misst ein Unternehmen (privat oder öffentlich, gemeinnützig oder gewinnorientiert, groß oder klein, jeder Branche) seinen Beitrag zum Gemeinwohl einer demokratischen Gesellschaft. Konkret legt es Rechenschaft darüber ab, wie sehr es die fünf wichtigsten Verfassungswerte demokratischer Staaten lebt: Menschenwürde, Solidarität, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Demokratie. Dafür kann es maximal 1.000 Gemeinwohl-Punkte erzielen, die in Zukunft in Form einer 5-farbigen Gemeinwohl-Ampel auf seinen Produkten aufscheinen könnte. Je besser das Gemeinwohl-Bilanz-Ergebnis, desto größer sollen in Zukunft die rechtlichen Vorteile für dieses Unternehmen sein: Vom reduzierten Mehrwertsteuersatz über niedrigere Zolltarife bis zum Vorrang beim öffentlichen Einkauf.

Wozu?
Die Erstellung einer Gemeinwohlbilanz bietet folgenden Nutzen:

Ø  Sinnstiftung: Die Auseinandersetzung mit der GWÖ kann einer Organisation helfen, den eigenen Sinn und Daseinszweck wieder zu finden: Was ist der Zweck des Unternehmens und wie trage ich damit zum Gemeinwohl bei?

Ø  Organisationsentwicklung: Der ethische 360-Grad-Blick schafft Bewusstsein, was ein Unternehmen konkret tut und wie es in allen Bereichen ein höheres Maß an Verantwortung und Werttreue leben kann.

Ø  Status quo-Erhebung und Kontrolle: Mit dem Gemeinwohl-Bericht wird der aktuelle “ethische Status quo” dokumentiert. Durch eine Peer-Evaluierung oder externes Audit erhält das Unternehmen eine kritische Außensicht.

Ø  Transparenz gegenüber allen Berührungsgruppen: Eine Gemeinwohlbilanz bietet umfassende Einblicke in ein Unternehmen und kann helfen, neue KundInnen/MitarbeiterInnen zu gewinnen.

Ø  Pionierrolle: Die Bilanz-Unternehmen wirken aktiv an der Realisierung eines alternativen Wirtschaftssystems mit.

Ø  Netzwerk und Synergien: Mit der Erstellung erhält das Unternehmen Zugang zu einem Netzwerk “Gleichgewillter” und kann mit diesen umfassend kooperieren, vom Know-how-Teilen über Kredite bis zur eigenen Währung.

 

Die 10 Punkte der Gemeinwohlökonomie

1. Die Gemeinwohl-Ökonomie ist der Aufbruch zu einer ethischen Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle.

2. Sie setzt die Menschenwürde, die Menschenrechte  und die ökologische Verantwortung als Gemeinwohlwerte auch in der Wirtschaft um.

3. Wie diese Werte im unternehmerischen Alltag gelebt werden können, zeigt die Gemeinwohl-Matrix. Sie wird laufend weiterentwickelt und soll demokratisch entschieden werden.

4. Anhand der Matrix erstellen die Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz. Im Gemeinwohl-Bericht erklären sie die Umsetzung der Gemeinwohlwerte sowie ihr Entwicklungspotential und nehmen eine Bewertung vor.

Bericht und Bilanz werden extern überprüft und veröffentlicht. Damit werden die Leistungen für das Gemeinwohl bekannt gemacht.

5. Gesellschaftliche Unterstützung erfahren Gemeinwohl-Unternehmen zunächst am Markt durch VerbraucherInnen, KooperationspartnerInnen und gemeinwohlorientierte GeldgeberInnen.

6. Als Ausgleich für überdurchschnittliche Leistungen zum  Gemeinwohl  sollen  Gemeinwohl-Unternehmen rechtliche Vorteile bei Steuern, Krediten und öffentlichen Aufträgen sowie im internationalen Handel erhalten.

7. Unternehmensgewinne dienen der Stärkung der Unternehmen sowie der  Einkommenserzielung und der Alterssicherung der UnternehmerInnen und der Beschäftigten, nicht aber der Vermögensvermehrung externer KapitalgeberInnen.

So gelangen die UnternehmerInnen zu Freiräumen für gemeinwohlorientiertes Wirtschaften, frei vom Druck zu größtmöglicher Kapitalrendite.

8. Dadurch schwindet der Drang zum Wirtschaftswachstum. Es öffnen sich Möglichkeiten für ein erfülltes Leben bei Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

In der Arbeit können sich Wertschätzung und Fairness sowie Kreativität und Kooperation besser entfalten.

9. Mit der Begrenzung von Vermögensungleichheiten steigen die Chancen für die gleichberechtigte Teilhabe Aller am wirtschaftlichen und politischen Leben.

10. Die Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung lädt dazu ein, die Verwirklichung der genannten Werte in Wirtschaft und Gesellschaft mitzugestalten. Alle Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsordnung sollen in demokratischen Prozessen entwickelt, vom Souverän entschieden und in der Verfassung verankert werden.

 

 

Verbundenheit – Mehr als Mitarbeiterbindung!

Warmherzigkeit und Empathie als Führungskompetenz. Bild (c) pixabay-castles-590373-rkit

Machen wir Warmherzigkeit zur Führungskompetenz!

Verbundenheit ist das Gefühl zugehörig zu sein. Zugehörig zu einzelnen Menschen oder einer Gruppe. Das Gefühl dazu gehören zu wollen, ist ein menschliches Grundbedürfnis. Im Unternehmenskontext ist diese Erkenntnis elementar, wenn es um die Entwicklung einer Begeisterungskultur geht.

Verbunden fühlt man sich zu Gruppen, denen man ein gewisses Vertrauen schenkt und die einem das Gefühl der Zugehörigkeit geben. Das kann man durch Empathie und wahres Interesse am Gegenüber stärken. Als Führungskraft kann man also deutlich mehr tun, als auf die gute alte Fachexpertise zu bauen und zu hoffen, dass man sich dadurch schon die Anerkennung der Mitarbeiter schafft. Ich meine: Verbundenheit wirkt im Zweifel (in der Krise?) stärker als Anerkennung.

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Den kurzen Artikel im Havard Business manager dazu fand ich ganz interessant.

» Artikel „Warum Warmherzigkeit die wahre Stärke ist“ im Havard Business manager

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Wen die angesprochene Forschung und das Thema interessiert, dem sei auch das neue Buch von Sebastian Purps-Pardigol ans Herz gelegt. Er bringt aktuelle Forschung aus dem Feld der Neurowissenschaften und viele Beispiele aus der Unternehmenspraxis zusammen. Sehr gut zu lesen und ein Quell der Inspiration.

» Buch „Führen mit Hirn“ von Sebastian Purps-Pardigol

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Diskutieren Sie mit anderen Führungskräften zu diesem Thema! Am 03.12.2015 findet das WirkWandel-Barcamp statt. Bringen Sie Ihre Themen ein, lassen Sie sich inspirieren und finden Sie gemeinsam mit Menschen, die ähnliche Herausforderungen haben wie Sie, neue Lösungen für Ihren Alltag als Führungskraft.

» Mehr Infos zum WirkWandel-Barcamp 2015 gibt’s hier

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